Gebete in Zeiten der Corona-Krise

Gott des Lebens,

wie kostbar das Geschenk des Lebens ist, das spüren wir in diesen Wochen besonders;

und ebenso, wie sich Wesentliches von Nebensächlichem unterscheidet.

Jetzt kommen wir zu Dir,

um dir all diejenigen anzuvertrauen, die Deiner und unserer Hilfe in dieser Zeit besonders bedürfen.

Wir bringen Dir alle Erkrankten

und beten für diejenigen, die sich um sie sorgen, sie pflegen und medizinisch betreuen.

Stärke all diejenigen, die bis an die Grenzen ihrer Kräfte für andere im Einsatz sind.

Allen, die in diesen Monaten Verantwortung tragen und Entscheidungen treffen müssen,

schenke Weisheit und Besonnenheit.

Berühre das Herz der verängstigten und verunsicherten Menschen mit Deiner Ruhe.

Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.

Und wir bitten Dich für jene, die jetzt trauern.

Gib Kraft und Fantasie den Familien und den Einzelnen, die jetzt auf sich zurückgeworfen sind.

Lass uns selbst vernünftig und verantwortlich handeln.

Mach uns einfallsreich und achtsam, damit wir Wege finden,

für andere da zu sein, zu trösten, zu stärken und Hoffnung zu teilen.

Du bist der lebendige Gott.

Deshalb vertrauen wir uns Dir mit unserem Leben, mit unseren Ängsten und mit unserer Kraft, an – durch Christus Jesus und in deiner Geisteskraft.

Amen.

(nach Christoph Maria Schmitz, Seelsorger für Pastorale Dienste unserer Diözese)

 

 

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.

Sei den Leidenden nahe.

Bitte tröste jene, die jetzt trauern.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,

den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.

Wir beten für alle, die in Panik sind,

um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.

Guter Gott, wir bringen Dir alle,

die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können.

Berühre Du Ihre Herzen mit Deiner Sanftheit.

Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,

dass die Zahlen der Kranken zurückgehen,

dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.

Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,

dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,

dass Du allein ewig bist.

Wir vertrauen Dir.

Amen.

(nach Johannes Hartl)